Die Technikerschule der Stadt Ingolstadt gehört zu den ersten Bildungseinrichtungen in Bayern, die einen Schwerpunkt auf Künstliche Intelligenz (KI) setzen. Seit dem Schuljahr 2025/26 können Schülerinnen und Schüler über die Wahl geeigneter Fächer eine anerkannte Zusatzqualifikation im Bereich der KI erwerben. Damit reagiert die Schule frühzeitig auf den Wandel in Industrie und Technik – und sichert ihren Absolventinnen und Absolventen beste Perspektiven.
Die Technikerschule der Stadt Ingolstadt beteiligt sich damit am bayernweiten Schulversuch „Schwerpunkt Künstliche Intelligenz (KI)“ und bietet als eine der ersten Fachschulen im Freistaat eine offiziell bescheinigte Zusatzqualifikation im Bereich der KI an.
Das bewährte Fachschulkonzept in den Fachrichtungen „Maschinenbautechnik“, „Mechatroniktechnik“, „Elektrotechnik“, „Fahrzeugtechnik und Elektromobilität“ sowie „Umweltschutztechnik und Regenerative Energien“ bleibt dabei unverändert bestehen. Die Schülerinnen und Schüler absolvieren weiterhin ihren regulären Unterricht nach den geltenden Lehrplänen. Die Schwerpunktsetzung erfolgt über die Wahlpflichtfächer: Wer im zweiten Ausbildungsabschnitt mindestens drei von sieben landesweit definierten Wahlpflichtfächern mit KI-Bezug belegt, erhält im Abschlusszeugnis im Abschlusszeugnis den Zusatz „mit Schwerpunkt Künstliche Intelligenz“, z. B. „Staatlich geprüfter Mechatroniktechniker mit Schwerpunkt Künstliche Intelligenz“ oder „Staatlich geprüfte Elektrotechnikerin mit Schwerpunkt Künstliche Intelligenz“.
An der Technikerschule Ingolstadt werden hierzu die Fächer „Anwendungen der KI“, „Betriebliche Datenanalyse mit KI“, „Konzepte der KI“ und „Digitale Transformation mit KI“ angeboten. Die Inhalte reichen von der praktischen Nutzung bestehender KI-Modelle über die Analyse und Aufbereitung betrieblicher Daten bis hin zu methodischen, organisatorischen und ethischen Fragen der Digitalisierung.
Bereits seit dem Schuljahr 2021/22 spielt das Thema KI eine zentrale Rolle im Unterricht der Technikerschule Ingolstadt. Alle Lehrkräfte der Schule haben verpflichtende Fortbildungen zur Nutzung von KI-gestützten Werkzeugen absolviert, und viele Kolleginnen und Kollegen setzen Sprachmodelle und generative KI inzwischen aktiv in Vorbereitung und Unterricht ein.
„Unsere Schülerinnen und Schüler sollen verstehen, wie KI funktioniert, welche Chancen und Grenzen sie bietet und wie sie verantwortungsvoll in der Praxis eingesetzt werden kann“, betont Schulleiter Gregor Spreng. „Damit verbinden wir technisches Know-how mit digitaler Gestaltungsfähigkeit – eine Kombination, die in der Arbeitswelt von morgen entscheidend sein wird.“
Mit der Teilnahme am Schulversuch unterstreicht die Technikerschule Ingolstadt ihren Anspruch, Zukunftstechnologien frühzeitig in die berufliche Bildung zu integrieren – und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in einer zunehmend KI-geprägten Industrie.

