An der Grundschule Ringsee in Ingolstadt wurde im Rahmen eines Forschungsprojekts demonstriert, wie moderne Technologien zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beitragen können. Das Projekt „INANI“ wurde im Zusammenschluss der Technische Hochschule Ingolstadt und der IFG Ingolstadt umgesetzt und untersuchte, wie sich Ampelschaltungen mithilfe von Sensorik und Künstlicher Intelligenz vorausschauend steuern lassen. Ziel war es, insbesondere komplexe Verkehrssituationen im Umfeld von Schulen besser zu erfassen und sicherer zu gestalten.
Im Mittelpunkt stand ein intelligentes System, das verschiedene Datenquellen miteinander verknüpft. Kameras, LiDAR-Technologie und Umweltsensoren wurden kombiniert, um auch bei wechselnden Bedingungen ein zuverlässiges Lagebild zu erzeugen. Durch die sogenannte Sensorfusion konnten diese Informationen zusammengeführt und in Echtzeit ausgewertet werden. Ergänzend kamen Modelle zur Absichtserkennung zum Einsatz, die erkennen, wenn Personen die Straße überqueren möchten, und die Ampelschaltung entsprechend anpassen.
Ein besonderer Fokus lag auf der präzisen Umfeldwahrnehmung als Grundlage für intelligente Verkehrssysteme. Die Ergebnisse zeigten, dass durch vorausschauend gesteuerte Ampeln sowohl die Sicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger – insbesondere Kinder – als auch der Verkehrsfluss insgesamt verbessert werden kann.
Darüber hinaus wurde deutlich, dass die entwickelte Technologie auch auf andere Einsatzorte übertragbar ist. Denkbar sind Anwendungen an stark frequentierten Kreuzungen oder im Umfeld weiterer Bildungseinrichtungen. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und zeigt, wie durch die enge Zusammenarbeit von Forschung und regionaler Wirtschaft konkrete Lösungen für aktuelle Herausforderungen im urbanen Verkehr entstehen können.
