Eine Idee aus der Forschung, ein Start-up im brigk und schließlich eine international gefragte Technologie: Die CuNex GmbH gewinnt den Innovationspreis Bayern 2026. Hinter dem Erfolg steckt auch ein starkes Ingolstädter Gründungsökosystem.
„Ingolstadt ist meine zweite Heimat geworden“, sagt Sri Krishna Bhogaraju, Gründer und CEO von CuNex. Der Satz kommt von Herzen. Denn hier begann die Erfolgsgeschichte seines Unternehmens: zunächst als Forschungsprojekt an der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI), ab 2023 als Start-up im benachbarten Digitalen Gründerzentrum brigk.
Die Idee: teures Silber in der Leistungselektronik durch Kupfer ersetzen. Die von CuNex entwickelten Sinterpasten verbinden elektronische Bauteile, etwa in Elektrofahrzeugen, kostengünstiger und nachhaltiger. Eine Innovation, die inzwischen in Serie produziert wird und jetzt mit dem Innovationspreis Bayern in der Kategorie „Wirtschaft trifft Wissenschaft“ ausgezeichnet wurde.
Dass aus Forschung ein marktreifes Produkt wurde, ist kein Zufall. „Dass das brigk gleich neben der THI steht, war für uns eine große Erleichterung“, erklärt Bhogaraju. „Wir konnten gut und eng zusammenarbeiten und damit auch als kleines Startup Entwicklungen schnell vorantreiben.“
Genau darin liegt eine Stärke des Standorts Ingolstadt: Hochschulen, Gründungszentrum und Wirtschaftsförderung der IFG bilden ein eng vernetztes Ökosystem. Während die THI wissenschaftliches Know-how liefert, bietet das brigk jungen Unternehmen Räume, Beratung und Kontakte zur Wirtschaft. Die IFG stärkt dieses Netzwerk und unterstützt den Transfer von Ideen in wirtschaftliche Wertschöpfung.
„CuNex zeigt, dass aus unseren Hochschulen nicht nur Abschlüsse kommen, sondern Technologie, die international nachgefragt wird“, betont IFG-Vorstand und brigk-Geschäftsführer Prof. Dr. Georg Rosenfeld.
Auch THI-Präsident Prof. Walter Schober sieht darin eine wichtige Perspektive für die Region: „Mit CuNex haben wir beispielsweise gezeigt, wie aus der Forschung heraus Ideen und daraus Innovationen und daraus Arbeitsplätze entstehen können. Und das wollen wir vielfältig multiplizieren.“
Für CuNex beginnt nun das nächste Kapitel: Mit dem Übergang in die Serienproduktion zieht das Unternehmen nach Roth, näher an seinen Industriepartner SCHLENK. Der Abschied aus Ingolstadt fällt schwer, ist aber zugleich Ausdruck einer gelungenen Gründungsgeschichte. Aus einer Idee wurde Forschung, aus Forschung ein Unternehmen und aus dem Start-up ein Industriepartner. Ein Erfolg für CuNex – und für das Innovationsökosystem Ingolstadt.


















